Kommentar zu K+S und der Salzlauge
Nordsee statt Weser

Für das Unternehmen K+S ist Ostwestfalen-Lippe kein Thema und die Versalzung der Weser allenfalls drittrangig. Deshalb war die gemeinsame Protestaktion der Grünen aus OWL und Hessen am Samstag richtig und wichtig. Die erste Initiative war es allerdings nicht, und die vorhergehenden brachten wenig Erfolg.

Sonntag, 21.08.2016, 22:27 Uhr aktualisiert: 22.08.2016, 12:31 Uhr
Symbolfoto. Foto: dpa
Symbolfoto. Foto: dpa

Als Umweltschutz noch kleingeschrieben wurde, war die Versalzung eine selbstverständlich hingenommene Begleiterscheinung industrieller Notwendigkeiten. Heute ist Umweltschutz Pflicht und Fische in der Werra sind ähnlich wichtig wie die Rendite bei Kali und Salz. Im konkreten Fall wäre es die beste Lösung, das Salz dorthin zu leiten, wo es hinpasst, also eine Pipeline an die Nordsee zu bauen, so wie es die Grünen befürworten. Das würde die Weser entlasten.

Das geht aber nur in einer gemeinsamen Aktion von Bund, Ländern und dem Unternehmen. K+S die Kosten und Lasten allein aufzubürden, wäre unfair. Deutschland braucht Industrie und Firmen, die so viel Rendite erwirtschaften können, dass sie überhaupt in der Lage sind, die vielen behördlichen Auflagen neben dem eigentlichen Geschäft zu erfüllen.

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