Mi., 24.08.2016

Kommentar zum Zivilschutz Keine Panikmache

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Hagen Strauß

Dass das politische Berlin schnell einem aufgescheuchten Hühnerhaufen gleicht, hat die Debatte um das neue Zivilschutzkonzept der Bundesregierung einmal mehr bewiesen. Teilaspekte wurden auch medial hysterisch hin und her diskutiert – Stichwort »Hamsterkäufe«, die das Papier in dieser dramatischen Form gar nicht empfiehlt.

Die Art und Weise der Diskussion hat mehr zur Verunsicherung mancher Bürger beigetragen als der eigentliche Umstand, dass die Regierung sinnvollerweise das Vorgehen in Katastrophenfällen neu konzipiert hat.

Insofern ist auch das Parteiengezänk um die Veröffentlichung des 70 Seiten umfassenden Papiers müßig. Die Zeiten sind unsicher, der internationale Terrorismus bedroht auch Deutschland. Die Angst bei vielen Menschen im Land ist da.

Deshalb kann es keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt geben, den Zivilschutz zu stärken. Außerdem ist es Quatsch, den Leitfaden allein auf die Terrorgefahr zu reduzieren. Es geht um weit mehr. Das vieldiskutierte Papier gibt durchdachte Antworten auf wichtige Fragen, die weit von Panikmache entfernt sind.

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