Di., 27.09.2016

Kommentar zum TV-Duell Clinton/Trump Eins zu null

Foto: Joe Raedle/dpa

Von Thomas J. Spang

Donald Trump hat seine beste Chance vertan, sich als plausibler Kandidat für das wichtigste Amt der Welt zu empfehlen. Beim ersten TV-Duell bekräftigte er den Negativ-Eindruck, den viele Amerikaner schon vorher von ihm hatten. 

Hillary Clinton gelang, woran die republikanische Konkurrenz bei den Debatten während der Vorwahlen gescheitert war. Sie dechiffrierte den Rechtspopulisten und führte ihn vor einem dreistelligen Millionenpublikum nach allen Regeln der Kunst vor.

Dank intensiver Vorbereitung verstand sie die richtigen Knöpfe zu drücken, Trump als unbeherrschten Charakter zu outen.

Gewiss verpasste auch Clinton ein paar Gelegenheiten, Steilvorlagen zu versenken, die Trump ihr geliefert hatte. Aber darum ging es für die Demokratin an diesem Abend nicht. Sie musste vor allem vermeiden, etwa in der E-Mail-Affäre in Widersprüche verwickelt zu werden.

Es steht eins zu null. Doch die Wahl hat sie noch lange nicht gewonnen. Denn die Debatten werden gemessen an ihrem tatsächlichen Einfluss auf das Rennen ums Weiße Haus tendenziell überbewertet.

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