Kommentar zu Einbrüchen
Viel heiße Luft

Wann haben Sie zum letzten Mal einen Streifenwagen langsam durch Ihre Straße rollen sehen? Genau das ist das Problem. Es gibt in NRW nicht genügend Fahrzeuge und Beamte, um nachts in jeder Stadt wenigstens mit einem Wagen ständig vor Ort zu sein. Was haben Einbrecher da zu befürchten?

Dienstag, 01.11.2016, 19:00 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Die größte Chance, sie zu fassen, besteht unmittelbar nach der Tat. Voraussetzung ist, dass Zeugen etwas Verdächtiges melden und die Polizei schnell vor Ort ist. Doch anstatt ganz banal die Polizeipräsenz in der Fläche zu erhöhen, dreht NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) wieder das ganz große, öffentlichkeitswirksame Rad. Er vereinbarte mit zwei anderen Länderinnenministern sowie mit Belgien und den Niederlanden einen besseren Informationsaustausch sowie gemeinsame Aktivitäten und Ermittlungen in Sachen Einbrecher.

Diese sogenannte »Aachener Erklärung« klingt nach viel heißer Luft, und sie führt zu den Fragen: Ist das Vereinbarte nicht selbstverständlich? Warum gibt es diese Kooperation nicht schon längst? Wofür haben wir eigentlich die EU? Und Schengen?

Das alles ist nicht geeignet, das Vertrauen in die Politik zu stärken.

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