Kommentar zur Situation bei Arminia Bielefeld
Auf dem Weg zur Lachnummer

In den vergangenen Jahren war man bei Arminia Bielefeld durchaus zurecht stolz darauf, sich durch Ruhe und Besonnenheit auszuzeichnen. Im Moment ist der Verein aber von Ruhe weit entfernt und stattdessen dabei, sich der Lächerlichkeit preiszugeben.

Montag, 14.11.2016, 14:08 Uhr aktualisiert: 14.11.2016, 14:33 Uhr
Welcher Trainer macht das demächst beim DSC? Carsten Rump gibt Julian Boerner und Sebastian Schuppan in Stuttgart Anweisungen. Foto: Thomas F. Starke
Welcher Trainer macht das demächst beim DSC? Carsten Rump gibt Julian Boerner und Sebastian Schuppan in Stuttgart Anweisungen. Foto: Thomas F. Starke

Die Cheftrainersuche dauert nun schon mehr als drei Wochen.

Viel zu lange haben die Verantwortlichen (Aufsichtsrat und sportliche Leitung) an ihrem »Projekt Rehm« festgehalten und dabei nicht gemerkt, dass ein positives Ende mit diesem Cheftrainer mehr als unwahrscheinlich ist. Wertvolle Zeit wurde verschwendet, wie auch jetzt: Die Länderspielpause hätte ein neuer Trainer nutzen können, um die Mannschaft kennenzulernen und auf das Spiel am Freitag gegen Heidenheim vorzubereiten.

Mit Maik Walpurgis war man sich einig, der 43-Jährige hätte am vergangenen Mittwoch erstmals auf dem Trainingsplatz stehen können. Doch einige Gremienvertreter waren plötzlich dagegen, kurz danach meldete sich Erstligist Ingolstadt bei dem Coach.

Dem 43-Jährigen jetzt die Schuld in die Schuhe zu schieben, lenkt nur von den eigenen Problemen ab. Dass ein Coach nicht laut Hurra schreit, wenn ihm ein Vertrag bis Saisonende angeboten wird und er sogar als Retter nicht hätte bleiben sollen, müsste eigentlich auch dem Aufsichtsrat einleuchten. Zumal auch das Gehalt nicht gerade exorbitant gewesen wäre.

Ein neuer Trainer hat nun eine sehr gute Verhandlungsposition, denn nicht nur Mister X weiß: Arminia steht mit dem Rücken zur Wand.

Kommentare

Walter Sparbier  schrieb: 15.11.2016 09:40
Die Profis
Na, mal wieder wird offensichtlich, wie sinnvoll es war, die Satzung zu ändern, den Verwaltungsrat abzuschaffen und die Mitglieder zu entrechten. Seit die Gläubiger den Verein führen, läuft es sensationell. Man muss heute noch lachen, wenn man an die Forderungen aus den Jahren 2010 und 2011 denkt, der Verein müsse endlich professionell geführt werden.
Frank Deppenmeier  schrieb: 14.11.2016 20:54
Der Aufsichtsrat...
Der Aufsichtsrat hat durchaus die Aufgabe, die Dinge einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Es wird Gründe dafür geben. Ich finde es nicht fair, in diesem Zusammenhang das Verb "Hinterfragen" mit "Querschießen" gleichzusetzen. Wir haben zum Glück seit einiger Zeit keine "Abnick-Gremien" mehr. Kritik und Hinterfragen erfordern Mut. Und Entscheidungsfindung ist nun mal nicht immer einfach.
Leo-Armine  schrieb: 14.11.2016 18:07
Kompetenz
Wer glaubt eigentlich, daß jemand aufgrund seiner Tätigkeit als Unternehmer automatisch SPORTLICHE Kompetenz hat?
Da könnte man genauso x-beliebige 5 andere Fans nehmen.
is nich wahr !?  schrieb: 14.11.2016 17:20
Sehr guter Artikel
Mich würde mal interessieren, welche Herren im AR da permanent querschießen. Müssen wir wieder das Thema " Kritische Arminen" aus der Schublade holen ? Alle halbwegs wachen Mitglieder haben damals schon erkannt, was da auf uns zukommt !
4 Kommentare
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