Kommentar zu Oetker
Die große Frage bleibt

Die Nachfolgelösung an der Spitze des Oetker-Konzerns ist wenig überraschend – bemerkenswert ist sie gleichwohl. Erstmals steht kein Mitglied der Familie mehr an erster Stelle. Weil Vertreter der älteren und jüngeren Generation der Unternehmerfamilie sich nicht grün sind und sich nicht auf einen Kandidaten aus den eigenen Reihen einigen konnten, ist Albert Christmann letztlich die logische Wahl. Schon 2010 galt Richard Oetker als – noch familieninterne – Kompromisslösung. Eine Option, die dieses Mal ausschied.

Montag, 12.12.2016, 21:00 Uhr aktualisiert: 13.12.2016, 12:28 Uhr
Die Oetker-Firmenzentrale in Bielefeld. Foto: Thomas F. Starke
Die Oetker-Firmenzentrale in Bielefeld. Foto: Thomas F. Starke

Christmann aber ist immerhin so etwas wie ein Eigengewächs. Er kennt das Geflecht der Oetker-Gruppe aus mehr als 400 Firmen seit 35 Jahren. Er kennt noch den unternehmerischen Geist von Rudolf-August Oetker und hat dem langjährigen Top-Manager Dr. Guido Sandler assistiert. Zudem war er in beiden Getränkesparten des Konzerns tätig. Die Last des Kartellverfahrens aus seiner Zeit als Chef der Brauereigruppe Radeberger sah der Beirat als nicht zu schwer an.

Für den Moment scheint eine gute Lösung gefunden. Doch für die Zukunft bleibt die Frage von Bedeutung, ob die Familie wichtige Entscheidungen im Konsens treffen kann.

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