Kommentar zum SC Paderborn
13 Stufen bis zum Abgrund

Paderborn (WB). Als Wilfried Finke im Dezember als Präsident des SC Paderborn zurückkehrte, formulierte er gleich ein ambitioniertes Ziel.

Montag, 06.03.2017, 11:35 Uhr aktualisiert: 06.03.2017, 11:57 Uhr
SCP-Präsident Wilfried Finke. Foto: Oliver Schwabe
SCP-Präsident Wilfried Finke. Foto: Oliver Schwabe

Der SCP stand auf einem Abstiegsplatz in Liga drei und der Möbel-Multi erklärte: »Es sind noch 59 Stufen bis in Liga zwei.« Seine Rechnung war einfach. 21 Spiele blieben noch in der laufenden Saison, nach dem erfolgreichen Kampf um den Klassenerhalt würde am Ende der Spielzeit 2017/2018 der Aufstieg folgen.

Mit Stefan Emmerling kam ein neuer Trainer, und nach zwei Siegen zu dessen Einstand gegen Münster und Osnabrück wird manch einer gedacht haben, dass die Rückkehr in Liga zwei noch im Mai diesen Jahres gelingen könnte. Zumal das Team im Winter vierfach verstärkt wurde.

Der SCP ist wieder da, wo er vorher war

Doch die Umsetzung der Präsidenten-Vorgabe ist weit komplizierter als gedacht. Denn acht Stufen später steht der SCP wieder da, wo er vorher war: auf einem Abstiegsplatz.

Wer den SCP spielen sieht, hat nicht das Gefühl, dass der einstige Erstligist aus dieser negativen Spirale herauskommt. Alles läuft schief. Um den Durchmarsch in die Regionalliga zu verhindern, hat sich Finke zum Comeback überreden lassen.

Doch hätte er die Kraft, in der 4. Liga noch mal ganz von vorne anzufangen? Beschäftigen muss er sich aber spätestens jetzt damit, denn aus den 59 Stufen bis zur 2. Liga sind 13 bis zum Abgrund geworden. Profi-Fußball in Paderborn, adieu? Vielleicht für immer? Es spricht einiges dafür.

Kommentare

Experte  schrieb: 10.03.2017 20:37
Geld vom Bürgermeister
Hallo!!! Noch mehr Geld aus dem Stadtsäckel???
Bis heute hat jeder Paderborner Bürger schon ca. 6000 EURO für den SCP gezahlt.
Mehr möchte ich nicht zahlen, dann gibt es eben keinen Profifußball mehr in Paderborn.
Gab es früher auch nicht, ausser 1982/1983 mit dem TuS Schloß Neuhaus. Wer Profifußball sehen wll fährt entweder in die Leineweberstadt oder wie nicht grad wenige Fans aus der Region ins Ruhrgebiet.
PS. Da kosten Sitzplatzkarten für die erste Liga ab ca. 30 Euro, in Paderborn ja "nur" 29,50 EURO
Experte  schrieb: 10.03.2017 20:19
Fehler
Es wurden also Fehler gemacht!? Seit wann wurden diese Fehler gemacht?
Erst in den letzten zwei bis drei Jahren? Oder wurden schon viel früher Fehler begangen?
Erinnere mich an die Zeit vor und während dem Bau der neuen Arena, da gab es schon HORNBERGER RAUS Rufe und auch Banner in der Arena. Diese Denkanstöße haben nichts bewirkt, im Gegenteil, alles blieb so wie vorher. Die Fehler ziehen sich wie ein roter Faden durch die letzten 10 Jahre!!! Getreu dem Motto: Never change a losing Team!!!
Brian  schrieb: 07.03.2017 10:21
Auch PB ist nun gefordert
Ein deutlicheres Signal an den ersten Mann der Stadt Paderborn, sich mit der Stadt finanziell deutlich mehr zu beteiligen, (wie es die in der Liga vorhandenen Mitbewerber-Städte tun) kann es nicht geben! Andere Städte engagieren sich nicht nur mit Lippenbekenntnise zu "ihren" Vereinen.
Wenn Bundesliga Fusdball in PB weiterhin erwünscht wird, sollte Herr Dreier langsam mal uber die finanzielle Unterstützung oder Entlastung für den SCP nachdenken, viel Zeit dazu hat er nicht mehr!
Experte  schrieb: 07.03.2017 09:13
Quittung
Das ist jetzt die Quittung für viele Jahre Mißwirtschaft und den Fans alles zu regulieren, speziell Martin Hornberger hatte nie (!) etwas für die Fans über (er wollte nur Kunden)
Wo sind die Zig Millionen Euro geblieben???

Adieu FC Paderborn und Tus Schloß Neuhaus !!!
chefplaner  schrieb: 06.03.2017 13:43
Das Kind nicht mit dem Bade ausschütten
Ich kann nur hoffen, dass heute Abend nicht das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird. Wir erleben heute, was die "Vorstand-raus"-Forderungen der letzten Saison bewirkt haben.

Die riesige Menge an Finke-Nachfolge-Kandidaten gab es nie. Da musste man Herrn Hornberger beknien, es zu machen. Und ohne Finke fehlte das Geld.

Nur Finke kann den angerichteten Schaden reparieren!

Es ist doch klar: wir müssen unbedingt mittelfristig aufsteigen. Da hilft es nicht, schon wieder die Pferde zu wechseln.

Klar, es müssen aus den Fehlern schonungslos Konsequenzen gezogen werden. Aber wir brauchen jetzt Konstanz und Planungssicherheit, sonst wird das Chaos noch größer.
5 Kommentare
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