Kommentar zum Wahlprogramm der Grünen
Im Ungefähren

Vielleicht haben sich die Grünen ja an Nena erinnert. Die Pop-Ikone sang einst: »Liebe wird aus Mut gemacht«. Beim grünen Wahlprogrammentwurf lautet die Überschrift »Zukunft wird aus Mut gemacht«. Und auch der Song-Titel, aus dem die Liedzeile stammt, ist ganz passend: »Irgendwie, irgendwo, irgendwann«.

Samstag, 11.03.2017, 21:30 Uhr
Die Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl von Bündnis 90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir, präsentieren den Entwurf ihres Wahlprogramms für die Bundestagswahl. Foto: dpa
Die Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl von Bündnis 90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir, präsentieren den Entwurf ihres Wahlprogramms für die Bundestagswahl. Foto: dpa

Schließlich fühlt man sich bei den Grünen irgendwie im Ungefähren. Wer ihnen bei der Bundestagswahl die Stimme gibt, weiß nicht, ob er mit einer unionsdominierten oder SPD-geführten Koalition aufwacht. Dabei hatte die Partei doch schon Kurs auf Schwarz-Grün genommen. Anders konnte die Wahl von Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir zum Spitzenduo kaum gedeutet werden.

Doch mit der Wiederauferstehung der SPD hat sich die Lage fundamental verändert. Der Zweikampf zwischen den großen Parteien droht die Grünen klein zu machen. Da ist es richtig, den Umweltschutz als zentrales Thema ins Programm zu schreiben. Die Grünen müssen sich auf ihr Stammklientel besinnen, um im Zweifel nicht auch noch unter die Fünf-Prozent-Hürde zu rutschen.

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