Kommentar zur Rente
Die richtigen Fragen

In der Tat: Da hat der Deutsche Gewerkschaftsbund eine gute Nase. Das Thema Rente beschäftigt einen immer größeren Teil des Wahlvolks.

Mittwoch, 05.04.2017, 21:30 Uhr aktualisiert: 06.04.2017, 09:36 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Und das nicht nur theoretisch: Der Abfall auf ein Niveau, das sich im unteren Einkommensbereich Hartz IV immer weiter nähert, ist für diejenigen, die jetzt oder demnächst ins Rentenalter eintreten, eine Existenzfrage. Es demotiviert zudem diejenigen, die noch länger in Beschäftigung sind – möglicherweise sogar stärker als eine Erhöhung des Beitragssatzes.

Die richtige Frage zu stellen, genügt allerdings nicht. Schwieriger ist es, die richtige Antwort zu finden – auch weil das Rentenniveau mit so vielen anderen Faktoren zusammenhängt. Dies beginnt beim anhaltend niedrigen Zinsniveau, das private Vorsorge unattraktiv macht, reicht über ungleiche Löhne von Mann und Frau, den immer kurvigeren Verlauf von Jobkarrieren und die Nichteinbeziehung vieler Selbstständiger und Beamter ins Rentensystem bis zum Fehlen eines echten Einwanderungsgesetzes.

»Die Rente ist sicher«, sagte Norbert Blüm. Das reicht nicht. Sie muss auch auskömmlich sein.

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