Kommentar zu Diebold-Nixdorf
Die Zahl, die fehlt

Andy Mattes, Chef des fusionierten Bankautomaten-Herstellers Diebold Nixdorf , ist sichtlich bemüht gewesen, seine Niedergeschlagenheit in Worte zu fassen. Dabei ging es bei dem Analysten-Call um die jüngsten enttäuschenden Umsatz- und Gewinnzahlen zum Halbjahr. Um das Jobabbauprogramm ging es nicht.

Mittwoch, 19.07.2017, 21:53 Uhr aktualisiert: 20.07.2017, 17:55 Uhr
Symbolbild. Foto:
Symbolbild.

Dabei legt die Konzernführung im US-Bundesstaat Ohio gerade auf dem Sektor ein erstaunliches Tempo vor. Im Februar erst wurde die Zahl der bis 2020 zu streichenden Stellen von 1600 auf 2000 erhöht. Jetzt heißt es, dass Ende 2017 bereits 900 der 2000 Jobs abgebaut sein werden. Da fragt man sich natürlich, ob es bei der Obergrenze bleiben wird.

Und nicht nur dies sollte Mattes den Beschäftigen in Paderborn mitteilen. Sie haben auch ein Anrecht darauf, zu erfahren, wie viele Jobs in ihrem Werk wegfallen sollen. 250? 350?

Dass die Situation schwierig ist, weiß man in Nixdorf-Land nicht erst, seit die Deutsche Bank angekündigt hat, dass sie in OWL nicht nur einige Filialen schließen, sondern dort auch größtenteils die Geldautomaten abbauen wird.

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