Kommentar zum SCP-Sieg
Viel Lust auf Fußball der Marke SCP

Nach vier Spieltagen liegt die Aussagekraft einer Tabelle bei null. Der SC Paderborn ist als Nummer 1 der 3. Liga weder die beste Mannschaft noch Topfavorit auf den Aufstieg.

Montag, 07.08.2017, 09:47 Uhr aktualisiert: 07.08.2017, 13:15 Uhr
Ben Zolinski trifft gleich doppelt gegen Großaspach. Foto: Besim Mazhiqi
Ben Zolinski trifft gleich doppelt gegen Großaspach. Foto: Besim Mazhiqi

Ein Trend ist aber unverkennbar: Seitdem Steffen Baumgart am 16. April das Amt des Cheftrainers übernommen hat, verliert der SCP kein Pflichtspiel mehr. Saisonübergreifend war  das 5:0 gegen Großaspach die elfte Begegnung in Folge ohne Niederlage. Eine stolze Serie, gespickt mit viel Spektakel. 14 geschossene Tore in nur 360 Spielminuten machen viel Lust auf Fußball der Marke SCP.

Auch die Balance zwischen Offensive der Extraklasse und Stabilität in der Defensive passt wieder. Vier, zwei, eins, keins – die Anzahl der Gegentore hat das Minimum erreicht. Die Schießbude ist geschlossen, geblieben ist das Schützenfest.

Das sind nur Momentaufnahmen, die Entwicklung ist aber kein Zufall. Baumgart, sein Trainerteam und die Mannschaft haben dafür hart gearbeitet, Manager Markus Krösche hat bei den Neuverpflichtungen seinen Plan konsequent umgesetzt: jung, entwicklungsfähig, hohes Tempo und erfolgshungrig – da wurde in jedem Mannschaftsteil an den richtigen Stellschrauben gedreht.

Die einzigen, die Wasser in den Wein schütten, sind die Paderborner Freunde des Fußballs. Sie honorieren diese Entwicklung nicht. Ganz im Gegenteil: Am Samstag kamen mit 5745 Zuschauern noch weniger als eine Woche zuvor. Dabei braucht diese junge Mannschaft jede Unterstützung. Denn die bitteren Tage mit Spielen ohne Tor und Punkt kommen. Erst dann wird sich zeigen, zu was dieses Team tatsächlich fähig ist. Reicht es nach drei sportlichen Abstiegen für eine sorgenfreie Saison? Oder waren diese ersten vier Spieltage nur ein Vorgeschmack auf das, was bis Mai 2018 noch folgt?

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