Kommentar zur medizinischen Fakultät in Bielefeld
Gut angelegtes Geld

Die Kritiker einer medizinischen Fakultät in Ostwestfalen-Lippe haben Recht: Billig wird das Projekt nicht. Das hat aber auch niemand jemals ernsthaft behauptet.

Freitag, 22.09.2017, 09:20 Uhr aktualisiert: 22.09.2017, 09:32 Uhr
Die Universität Bielefeld bietet besonders auch aus der Luft einen imposanten Anblick. Foto: Thomas F. Starke
Die Universität Bielefeld bietet besonders auch aus der Luft einen imposanten Anblick. Foto: Thomas F. Starke

Die Universität Bielefeld hat sich deutlich positioniert: Ohne eine Erhöhung ihres Jahres-Etats wird es nicht gehen. Und wer auch immer eine Anschubfinanzierung von 50 Millionen Euro ins Gespräch gebracht hat – realistisch dürfte etwa das Dreifache sein. Gut angelegtes Geld. Den jetzt angeschobenen Vorbereitungsmaßnahmen liegt auf den ersten Blick ein klarer Plan zu Grunde. Für die Akzeptanz der Fakultät wird nicht nur bei der Kostenentwicklung eine größtmögliche Transparenz entscheidend sein.

Denn bereits jetzt ist hinter Krankenhaus-Kulissen in der Region eine gewisse Anspannung zu vernehmen, welche Kliniken den Zuschlag erhalten werden. Aber auch hier lässt Uni-Rektor Gerhard Sagerer kaum Interpretationsspielraum: Wer Universitätsklinikum werden will, braucht die notwendige Expertise in Sachen Forschung und Lehre. So muss es sein.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5170481?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2269031%2F
Anklage fordert zehn Jahre Haft
Seit Dezember müssen sich Ismet A. (32, vorne) und sein Bruder Ferhan (34) vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Bielefeld verantworten. Die Staatsanwaltschaft will sie für zehn beziehungsweise neuneinhalb Jahre hinter Gittern sehen. Foto: David Inderlied
Nachrichten-Ticker