Kommentar zum Verkehrsstrafrecht
Nicht alles sinnvoll

Illegale Autorennen sind zulässig – aber nur vor dem Fernseher mit dem Gamepad in der Hand. Im echten Straßenverkehr sind sie kriminell und unverantwortlich. Deshalb ist das vom Bundestag verabschiedete und vom Bundesrat genehmigte Gesetz , das Haft für Raser und Veranstalter von illegalen Autorennen vorsieht, uneingeschränkt zu begrüßen. Eine Durchfahrtsstraße in Bielefeld ist nicht der Nürburgring – wer das nicht kapiert, muss dafür büßen.

Samstag, 23.09.2017, 21:16 Uhr aktualisiert: 23.09.2017, 21:20 Uhr
Auch hier führte ein illegales Rennen zum Crash: Autowrack in Wiesbaden. Foto: dpa
Auch hier führte ein illegales Rennen zum Crash: Autowrack in Wiesbaden. Foto: dpa

Genauso wie diejenigen Zeitgenossen, die glauben, auch im Auto mit dem Smartphone hantieren zu müssen. Der Straßenverkehr fordert die volle Aufmerksamkeit, ein Moment der Unachtsamkeit kann Menschen das Leben kosten. Deshalb ist auch hier die Verschärfung der Strafen angebracht.

Dagegen wirkt das Verbot der muslimischen Vollverschleierung am Steuer bemüht. Sie ist in Deutschland, wenn überhaupt, nur ein marginales Problem. Das Verbot könnte zudem von Islamisten als Munition benutzt werden, die ohnehin schon behaupten, in Deutschland würden Muslime diskriminiert. Die Verordnung hätte sich besser auf Masken und Hauben konzentrieren sollen.

Kommentare

franz.B  schrieb: 24.09.2017 10:49
Immer schön ausweichen....
Bezüglich des Burkaverbots am Steuer werden vom Verfasser wieder Opferhaltungen für Muslime geschürt.
In einigen arabischen Ländern dürfen Frauen gar nicht Auto fahren. Diese Damen sollten sich dann hier entscheiden, ob sie mit der gegebenen gesetzlichen Regelung Auto fahren wollen oder nicht.
Beim Vokabular mit Masken und Hauben würden sich Vollverschleierte nicht angesprochen fühlen und religiöse Freiheiten beanspruchen, die von vielen missbraucht werden könnten.
Was wäre, wenn ich mir dann zur Autofahrt eine Burka überziehe ???
1 Kommentare
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