Kommentar zum Videobeweis
Ziellos

Es würde sich lohnen, in der Bundesliga-Berichterstattung die Rubrik »Videobeweise an diesem Spieltag« einzuführen. Man könnte ihr als Erkennungsmerkmal den mit Schiedsrichter-Fingern geformten Bildschirm voranstellen.

Montag, 06.11.2017, 21:30 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Und dann geht’s ab: 100 Zeilen, 200 Zeilen, 300 Zeilen – alles haarklein dargelegt in einer umfassenden Dokumentation. Vielleicht bietet sich am Ende der Saison eine Sonderedition an – für alle, die es gern noch mal gebündelt haben wollen.

Aber wahrscheinlich brennen die Drähte aus den Kölner Aufpasserstudios auf ihrem Weg in die Ohren der Referees bald durch. Dann ist der Spuk vorbei. Es blickt ohnehin niemand mehr durch, und dies wird sich auch nicht durch die unehrenhafte Entfernung von Hellmut Krug ändern.

Wenn der DFB damit sagen wollte: Seht her, wir machen was, auch gegen den möglichen Vorwurf unlauterer Einflussnahme, dann wird dieser Trick allein die Probleme nicht beseitigen. Richtlinien, die die Anwendung des Videobeweises und das Einschalten des zugehörigen Assistenten regeln, mag es schon geben. Aber das Ganze torkelt ziellos durch die Weiten des Raumes.

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