Kommentar zu Strompreisen
Wechseln statt ärgern

Es bleibt ein Ärgernis und ein schwer zu lösender Widerspruch: Während an den Strombörsen wegen des Überangebots die Preise in den Keller rauschen, müssen Verbraucher in Deutschland für Energie aus der Steckdose weiterhin relativ hohe Preise schlucken. Schuld daran: EEG-Umlage, steigende Netzentgelte und Energieversorger, die die Preisvorteile nicht weitergeben.

Sonntag, 19.11.2017, 21:30 Uhr aktualisiert: 20.11.2017, 07:42 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Inzwischen weiß jeder, dass die Energiewende teuer ist. Strom aus Wind, Sonne und Biogas werden gefördert – und die Kosten auf alle Haushalte umgelegt. Damit erhalten wir den paradoxen Umstand, dass Strom desto teuerer wird, je mehr Ökostrom erzeugt wird. Es wird Zeit, diesen Umlage-Verteilungsschlüssel zu entschärfen.

Für alle, die nicht so lange warten wollen, gibt es bereits eine Möglichkeit, die Stromkosten zu senken. Viele Haushalte haben noch einen vergleichsweise teuren Grundversorgungstarif – den sollte man kündigen und einen anderen Tarif wählen. Oder aber: Verbraucher wechseln gleich ihren Energielieferanten. Als Anreiz gibt es Prämien oder Boni. Vergleichsportale im Internet helfen.

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