Kommentar zum Streit über das Diesel-Privileg
Etikettenschwindel

Nicht nur in den Ohren von Dieselauto-Besitzern müssen die Worte von VW-Chef Matthias Müller wie blanker Hohn klingen. Ausgerechnet der oberste Lenker des Konzerns, der mit der Manipulation von Millionen Autos den Diesel dermaßen in Verruf gebracht hat, mutiert jetzt zum Vorreiter für eine Ablösung des Steuervorteils und die Einführung einer Plakette für emissionsarme Fahrzeuge .

Dienstag, 12.12.2017, 10:50 Uhr
Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, fordert eine stärkere Besteuerung von Dieselsprit. Foto: Marijan Murat/dpa
Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, fordert eine stärkere Besteuerung von Dieselsprit. Foto: Marijan Murat/dpa

Es entsteht unweigerlich der Eindruck, dass Müller vor allem aus wirtschaftlichem Interesse agiert: Die »Diesel-Kuh« ist gerade auch von VW so lange gemolken worden, bis sie jetzt zum Auslaufmodell verkommen könnte. Deshalb ist der VW-Chef auf der Suche nach der nächsten Geldquelle. Die im Massenmarkt vor dem Durchbruch stehende Elektromobilität soll für die kommenden Jahrzehnte die Gelddruckmaschine werden – gerne mit staatlicher Unterstützung.

Die Millionen Autokäufer, die in bestem Glauben einen Diesel erworben haben, wären die Dummen. Sie haben ihre Anschaffung im Vertrauen auf die Versprechen der Autobauer und die geltenden gesetzlichen Regelungen getätigt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5353062?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2269031%2F
Flughafen Paderborn-Lippstadt: Die ersten machen den Abflug
In guten Zeiten wurden weit mehr als eine Million Passagiere pro Jahr abgefertigt, im Juni flogen hier nur noch 146 Reisende los.
Nachrichten-Ticker