Meinung
Sweet Home Alabama

Ausgerechnet der von den bösen Geistern des Rassismus bis heute noch oft heimgesuchte Südstaat Alabama bietet US-Präsident Donald Trump die Stirn. Eine Mehrheit der Anständigen wies dort einen Kandidaten zurück , der minderjährige Mädchen sexuell misshandelt haben soll und darüber hinaus unverhohlen die »Überlegenheit des weißen Mannes« predigte.

Mittwoch, 13.12.2017, 21:30 Uhr aktualisiert: 14.12.2017, 08:20 Uhr
Der Demokrat Doug Jones hat die Wahl um einen Senatssitz gewonnen. Foto: dpa
Der Demokrat Doug Jones hat die Wahl um einen Senatssitz gewonnen. Foto: dpa

Radikale Kandidaten machen offenbar neue Bündnisse möglich. Die in der republikanischen Partei heimatlos gewordenen Mitte-Rechts-Wähler enthalten sich, schreiben den Namen eines anderen Kandidaten auf den Wahlschein oder machen ihr Kreuz bei den Demokraten.

Seinerzeit kündigte das liberale Massachusetts Barack Obama mit der Senatswahl eines Repu­blikaners die kommende Niederlage bei den Kongresswahlen an.

Die offene Frage bleibt, welche Konsequenzen der heutige Präsident aus dem Denkzettel zieht. In jedem Fall wird das Regieren mit einer hauchdünnen Mehrheit im Senat nun noch schwerer. Und »Sweet Home Alabama« wird Trump nach diesem Wahltag gewiss auch nicht singen.

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