Kommentar zur späteren Einführung der zweiten Fremdsprache
Alles auf Anfang

Erst die Abkehr vom »Turbo-Abi«, jetzt die Rolle rückwärts bei der zweiten Fremdsprache . Die schwarz-gelbe Landesregierung dreht in der Schulpolitik das Rad zurück, weil vor allem Eltern das so wollen.

Donnerstag, 04.01.2018, 08:15 Uhr aktualisiert: 04.01.2018, 09:08 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Schließlich war die Schulpolitik der rot-grünen Vorgängerregierung einer der Hauptgründe für deren Abwahl. Dabei sollte man meinen, dass es eigentlich nicht so wichtig ist, ob die Schüler an Gymnasien, Gesamt- und Realschulen ab Klasse 6 oder 7 eine zweite Fremdsprache kennen lernen.

Für das Schulsystem insgesamt ist dies aber eine entscheidende Weichenstellung. Denn für die – zugegeben wenigen – Gymnasien, die laut Schulkonferenzbeschluss beim bisherigen G8-Abitur bleiben wollen, wird es schwieriger, für ihren schnelleren Weg zum Schulabschluss zu argumentieren. Ihnen fehlt schlichtweg ein Jahr bei der zweiten Fremdsprache.

Neustart des G9-Abiturs

Folglich bahnt die Rückkehr zur Klasse 7 als Startpunkt für die zweite Fremdsprache dem flächendecken Neustart des G9-Abiturs den Weg. Die Landesregierung hat erkannt, dass es ohne die Zustimmung der Eltern nicht geht. Ihr Motto: Lieber alles auf Anfang als später weg vom Fenster.

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