Kommentar zu Ausstieg aus Atomdeal
Neu verhandeln

Donald Trumps Entscheidung hat Auswirkungen, wie sie weiter kaum reichen könnten. Dass die USA die Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft setzen und aus dem Atomabkommen aussteigen, betrifft den Krieg in Syrien, sendet ein Signal an Nordkorea und stärkt der arabisch-sunnitischen Welt im Konflikt mit dem schiitischen Erzfeind ebenso den Rücken wie dem von Iran bedrohten Israel.

Dienstag, 08.05.2018, 21:26 Uhr aktualisiert: 08.05.2018, 21:30 Uhr
US-Präsident Donald Trump. Foto: dpa
US-Präsident Donald Trump. Foto: dpa

Ob die Entscheidung klug ist? Das lässt sich heute noch nicht sagen. Der Atomdeal muss noch nicht Geschichte sein. Trumps Druck auf den Iran könnte das Mullah-Regime am Ende dazu bringen, das Abkommen nachzuverhandeln. Was auch nötig wäre. Bislang schließt Teheran das aus. Auch weiß man nicht, ob den Gegnern von Irans Präsident Ruhani die Härte aus den USA ganz gelegen kommt, um dessen vorsichtige Modernisierung der Gesellschaft zu bremsen.

Fest steht jedenfalls: Das iranische Atomprogramm, um das es im Abkommen geht, kann aufgrund der Entwicklung seit 2015 nicht losgelöst von Irans Expansionsdrang in Syrien und Libanon betrachtet werden.

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