Kommentar zu Zuschüssen aus EU-Förderung
Fremde Federn

Sie schmücken sich gerne mit fremden Federn – die deutschen Kommunal- und Landespolitiker. Denn fast immer, wenn irgendwo feierlich ein Band durchschnitten wird, um eine neue Straße, ein neues öffentliches Gebäude oder ein großes Infrastrukturprojekt einzuweihen, steckt europäisches Geld mit drin.

Mittwoch, 30.05.2018, 21:30 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Aber das verschweigen die Volksvertreter vor Ort zu oft. Dass diese Zuschüsse nun auch in der nächsten Finanzperiode trotz Einsparungen aufgrund des Brexit weiterfließen, ist eine gute Nachricht – und eine schlechte zugleich.

Denn sie dokumentiert auch, dass die hiesigen Städte und Gemeinden in vielen wichtigen Zukunftsbereichen genauso Nachholbedarf haben wie die Regionen in der europäischen Nachbarschaft. Auch in Bayern und NRW fehlt eine moderne digitale Infrastruktur, suchen Menschen Jobs, leiden Arbeitnehmer unter Stellenstreichungen infolge der Globalisierung.

Für die Stadt- und Landesväter sollte nun die Arbeit beginnen. Denn auch wenn die nächste Finanzperiode der EU erst 2021 beginnt, Projekte müssen dann spruchreif sein, um Chancen auf Unterstützung zu haben.

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