Kommentar zur Inklusion
Eine Frage des Geldes

Gut gemeint, schlecht gemacht. Die Inklusion, so wie die alte, rot-grüne Landesregierung sie eingeführt hatte, war von Anfang an eine verkorkste Sache. Ein solches Megaprojekt quasi nebenher durchzuziehen, konnte nicht gelingen.

Montag, 18.06.2018, 21:30 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa.
Symbolbild. Foto: dpa.

Jetzt ist der Frust bei allen Beteiligten gewaltig. Entsprechend groß sind die Erwartungen, wenn NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch nächster Woche im Inklusionsbeirat erstmals Eckpunkte ihres neuen Inklusionskonzeptes vorstellen wird.

Sicher, eine bessere Vorbereitung der Lehrer auf den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Schülern muss ein Pfeiler dieses Konzepts sein. Die Diskussion darüber, ob die Lehrerfortbildung in den Ferien stattfindet oder nicht, geht aber am Kern des Dilemmas vorbei. Egal, wie man die Qualifikation der Pädagogen zeitlich organisiert – es fehlt bislang schlichtweg am Personal, um den rechtlich verbrieften Anspruch auf Inklusion zu erfüllen.

Deshalb hat das neue NRW-Bündnis für Inklusion Recht, wenn es von »Mangelverwaltung« spricht. Entweder nimmt Gebauer mehr Geld in die Hand oder sie wird scheitern wie ihre Vorgängerin.

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