Kommentar zu Merkel und Macron
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Angela Merkel ist geschmeidiger geworden. Das muss die Kanzlerin auch sein. Denn der Druck, den die CSU jetzt in der Migrationsfrage auf sie ausübt, ist immens. Kommt die Regierungschefin nach dem EU-Gipfel Ende des Monats nicht mit greifbaren Erfolgen nach Hause, droht der Schlussakt.

Mittwoch, 20.06.2018, 05:00 Uhr
Der französische Präsident Macron begrüßt Bundeskanzlerin Merkel bei ihrem Besuch in Frankreich im vergangenen März. Foto: dpa
Der französische Präsident Macron begrüßt Bundeskanzlerin Merkel bei ihrem Besuch in Frankreich im vergangenen März. Foto: dpa

Deswegen braucht sie den französischen Präsidenten Macron mehr denn je. Ohne ein funktionierendes deutsch-französisches Tandem bewegt sich in Europa wenig. Hat die Kanzlerin bis jetzt bei den EU-Reformplänen Macrons auf die Bremse getreten, so hat sie in Meseberg Zugeständnisse gemacht. Vor allem hinsichtlich des umstrittenen, milliardenschweren Eurozonen-Budgets ist die Deutsche auf den Franzosen einen Schritt zugegangen. Das musste wohl sein.

Im Gegenzug wird Macron Merkel nun stärker darin unterstützen , dass auf dem EU-Gipfel für eine vereinheitlichte Asylpolitik Pflöcke eingeschlagen werden. Eine Hand wäscht die andere. Auch in Europa.

Nur: Wenn zwei sich einigen, heißt das noch lange nicht, dass die anderen Länder auch mitmachen.

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