Kommentar zu Oetker und der Politik
Klartext notwendig

Dass Wirtschaftsführer die Steuerpolitik kritisieren, ist nicht ungewöhnlich. Dass sie Steuersenkungen für Unternehmen beklagen, jedoch schon. Die Führung der Oetker-Gruppe begründet ihre Kritik an der Steuerreform von US-Präsident Donald Trump damit, dass nun bald die Staatsverschuldung steigen wird – nicht nur in den USA, sondern wegen des Drucks auf andere Staaten fast weltweit.

Mittwoch, 20.06.2018, 05:00 Uhr
Dr. Albert Christmann kritisiert die Politik von Präsident Trump. Foto: Bernhard Pierel
Dr. Albert Christmann kritisiert die Politik von Präsident Trump. Foto: Bernhard Pierel

Schon jetzt leidet das Auslandsgeschäft der Bielefelder unter den Währungsschwankungen . Da kann zum Beispiel die türkische Tochterfirma noch so gute Geschäfte machen: Ein Wertverlust von 20 Prozent bei der Lira macht alles zunichte.

Oetker-Chef Albert Christmann kritisiert nicht nur eine falsche Wirtschafts- und Finanzpolitik. Genauso klar wendet er sich gegen den Verlust an Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in vielen, selbst befreundeten Staaten. Zum eigenen Schutz solle sich Europa fester zusammenschließen. Paris und Berlin müssten vorangehen.

Wirtschaftsführer, die sich so klar äußern, geraten leicht selbst ins Fadenkreuz von Kritikern. Dass Christmann es dennoch tut, ist gut – und notwendig.

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