Kommentar zur Entlastung für Ehrenamtliche und Familien
Nur einer erster Schritt

Ehrenamtler und Familienmitglieder, die kranke und ältere Angehörige pflegen, können jede Unterstützung gebrauchen. Daher ist der Vorstoß der NRW-Landesregierung grundsätzlich begrüßenswert – auch wenn die Vorschläge nicht ganz neu und zum Teil schon im ­Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD enthalten sind.

Dienstag, 26.06.2018, 21:30 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Aber 800 Millionen Euro pro Jahr sind nur auf den ersten Blick eine Menge Geld. Verteilt auf die Millionen Menschen in Deutschland, die sich ehrenamtlich engagieren oder die ihre Angehörigen pflegen, bleiben für den einzelnen nur wenige hundert Euro im Jahr mehr im Portemonnaie. Dabei sprudeln derzeit die Steuereinnahmen aufgrund der guten konjunkturellen Lage wie schon lange nicht mehr.

Deshalb kann die Initiative aus NRW, die auch weitere Bundesländer unterstützen dürften, nur ein erster Schritt sein. Es wird endlich Zeit für eine große Steuerreform, die diesen Namen auch wirklich verdient, zu einer deutlichen Steuervereinfachung führt und die mittleren Einkommen endlich entlastet. Schließlich ist es die Mitte der Gesellschaft, die für einen Großteil des Steueraufkommens im Land sorgt.

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