Kommentar zum Kakao-Streit
Kakao ist nicht das Problem

In der Nachkriegszeit diente die Milch in der Schule noch dazu, mangel­ernährte Kinder wieder aufzupäppeln. Das ist heute nicht mehr notwendig. Im Gegenteil, viele Mädchen und Jungen sind mittlerweile zu dick. Ob aber ein Ende der Subventionen für Schulkakao dieses Problem löst, darf bezweifelt werden.

Freitag, 14.09.2018, 21:33 Uhr aktualisiert: 15.09.2018, 10:30 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Zugegeben, Kinder sollten sich gesund ernähren, also viel Obst und Gemüse essen und im Gegenzug wenig zuckerhaltige Lebensmittel. Zu bedenken ist auch, dass der Schulkakao laut Experten bereits so viel Zucker enthält, dass damit der Tagesbedarf eines Grundschulkindes gedeckt ist. Trotzdem sollten wir den Ernährungswahn nicht übertreiben. Viele Kinder mögen Milch pur nicht, Kakao aber schon. Das Problem ist nicht der Kakao in der Pause, sondern die fehlende Bewegung. Und die Süßigkeiten und stark gesüßten Fruchtsäfte, die die Kinder sonst essen und trinken. Sie enthalten viel Zucker, aber wenig andere wertvolle Nährstoffe.

Wichtiger als die Kakao-Diskussion ist doch, dass wir den Kindern klarmachen, dass Zucker in großen Mengen die Gesundheit gefährdet – und dass wir sie zum Spielen und zur Bewegung ermuntern

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