Kommentar zum Diesel
Wahlkampf lässt grüßen

Genau drei Jahre sind nun schon seit der Aufdeckung des Dieselskandals ins Land gegangen. Lange Zeit hatte man den Eindruck, die Autobranche und das Verkehrsministerium würden sich irgendwie durchmogeln nach der Devise, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Montag, 17.09.2018, 20:50 Uhr aktualisiert: 17.09.2018, 20:52 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Doch nun herrscht politische Betriebsamkeit. Ressortchef Andreas Scheuer von der CSU sieht die Hersteller »zwingend in der Pflicht«, den betrogenen Fahrzeugbesitzern großzügig entgegenzukommen. Ein Schelm, wer da an Wahlkampf denkt. Nicht nur an den in Bayern, sondern auch an den in Hessen, wo die CDU-geführte Landesregierung den Bund erst vor wenigen Tagen aufgefordert hat, die rechtlichen Voraussetzungen für Nachrüstungen bei der Hardware an betroffenen Fahrzeugen zu schaffen. Davon wollte Scheuer bis eben noch partout nichts wissen. Nun denkt er »in alle Richtungen« nach. Das ist sicher zu begrüßen.

Noch besser wäre es allerdings gewesen, der Verkehrsminister hätte gleich ein schlüssiges Konzept präsentiert, anstatt die Öffentlichkeit weiter hinzuhalten.

 

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