Kommentar zu den Maßnahmen gegen den Pflegenotstand
In Arbeit

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat recht: Die Zahl der in Teilzeit arbeitenden Pflegekräfte ist viel zu hoch, und mit jeweils ein paar Wochenstunden oben drauf wäre schon viel gewonnen, um die Personalnot zu lindern. Aber Spahn weiß nur allzu gut, dass die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte mies sind und ein Vollzeitjob schon deshalb für viele nicht (mehr) in Frage kommt. Also muss die Attraktivität des Berufs dringend verbessert werden.

Donnerstag, 20.09.2018, 21:30 Uhr
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Foto: dpa
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Foto: dpa

Spahn hat bereits eine Gesetzesvorlage auf den Weg gebracht, nach der Kliniken künftig konkrete Vorgaben bekommen sollen, wie viel Pflegepersonal sie jeweils für ihre Patienten zur Verfügung stellen müssen. Ein weiterer notwendiger Schritt ist die Verbesserung der Tarifbindung für Pflegekräfte. Auch daran wird im Ministerium gearbeitet.

Nun kann man einwenden, das sei alles viel zu wenig. Aber einen Urknall, bei dem sich die Pflegkrise quasi von jetzt auf gleich verflüchtigt, wird es ohnehin nicht geben. Nur mit einem Bündel von Maßnahmen lässt sich am Ende auch die Teilzeitquote im Pflegebereich reduzieren. Richtig ist: Wo die Bedingungen stimmen, wird auch gern länger gearbeitet.

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