Kommentar zur Ferkelkastration
Echte Lösung ist gefragt

Die Situation um die seit Jahren ungelöste Frage der Ferkelkastration ist alles – nur nicht rosarot. Das gilt für die Millionen Tiere, denen natürlich so wenig Leid wie möglich zugefügt werden soll. Aber es gilt auch für die deutschen Schweinebauern, die einerseits am Ende der von mächtigen Handelskonzernen und Fleischindustrie dominierten Kette stehen und sich andererseits im Wettbewerb mit Kollegen aus dem Ausland befinden.

Freitag, 21.09.2018, 21:30 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Den Landwirten droht, das vermeidbare Debakel ausbaden zu müssen, das vor allem auch die Politik mit verursacht hat. Die Tierschützer haben recht, wenn sie sagen, dass es ausreichend Zeit für die Suche nach Alternativen zur betäubungslosen Kas­tration gegeben habe.

Die Diskussion über den bei EU-Nachbarn praktizierten »vierten Weg«, bei dem Landwirte zur Spritze greifen, ist nicht intensiv genug geführt worden. Die Fragen des Fleischpreises und der Verantwortung von Handel, Indus­trie sowie Verbrauchern sind weitere Aspekte. Zur Wahrheit gehört, dass bald noch mehr Tiere aus dem Ausland herangekarrt werden könnten. Eine echte Lösung muss deshalb her. Sonst sind die deutschen Bauern am Ende die Dummen.

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