Kommentar zur Trumps UN-Rede
Nicht mit Europa!

Gut so. Es hat lange gedauert, bis die Europäische Union einen Weg gefunden hat, das Iran-Abkommen wieder mit Leben zu füllen. Dabei mangelte es nicht an Ideen. Es fehlte angesichts des polternden US-Präsidenten nur der Mut.

Mittwoch, 26.09.2018, 21:30 Uhr aktualisiert: 26.09.2018, 21:32 Uhr
Donald Trump, Präsident der USA, nimmt an einer Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen teil. Foto: dpa
Donald Trump, Präsident der USA, nimmt an einer Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen teil. Foto: dpa

Das gefundene Modell eines EU-Finanzinstituts, das die legitimen Exporte europäischer Unternehmen absichert, nimmt die Banken aus dem Visier. Das sollte zumindest für die Betriebe reichen, die nicht zugleich auch in den USA Geschäfte machen.

Beeindruckend an Donald Trumps Replik auf der UN-Vollversammlung war die Reaktion der Staatenvertreter, die erst laut lachten und dann eisig schwiegen. Noch beeindruckender aber war die Antwort des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron auf Trumps egomanische Ausfälle: Nicht mit mir! Nicht mit uns! Nicht mit Europa!

So stark und selbstbewusst wünscht man sich die EU öfter. Wer wie Trump von Klimaschutz bis Freihandel alles aufkündigt, was die Welt schützt und voran bringt, kann keine blinde Solidarität erwarten – schon gar nicht, wenn er wie im Fall Iran einen Vertrag kündigt, obwohl die Gegenseite alle Bedingungen erfüllt hat.

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