Mi., 10.10.2018

Kommentar zum Klimaschutz Doppelte Moral

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Detlef Drewes

Klimaschutz auf deutsche Art: In Berlin werden Fahrver­bote gerichtlich angeordnet. In Luxemburg soll die Umwelt­ministerin hingegen strikte Grenzwerte für Pkw ausbremsen. Konsequenz geht anders.

Dabei ist das Meinungsbild innerhalb der EU sogar erstaunlich klar: Die Mehrheit der Mitgliedstaaten tritt für eine Reduzierung der Treibhaus-Gase aus den Auspuffrohren um 35 Prozent im nächsten Jahrzehnt ein.

Das ist mutig und die richtige Lehre aus dem aktuellen Report des Weltklimarates. Doch Berlin will die Autobauer schonen, die in einer beispiellosen Lobby-Schlacht das Menetekel vom drohenden Arbeitsplatzabbau in der Branche an die Wand malen. Unverständlicherweise. Denn die Fahrzeug-Flotte muss modernisiert werden – nicht nur bei den bisher verbreiteten Motoren, die mit Benzin oder Diesel laufen.

Dabei ist längst klar: Wenn sich die Autobauer nicht selbst zu einer Kraftanstrengung aufraffen, um Klimaschutz und Mobilität auf neue Weise zusammenzuführen, wird der Gesetz­geber sie dazu zwingen müssen. Genau das zeichnet sich nun auf EU-Ebene ab.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6114227?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2269031%2F