Do., 11.10.2018

Kommentar zu Tele-Ärzten Chance nutzen

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Was, wenn der Notarzt bereits andernorts unabkömmlich ist? Was, wenn die vorgeschriebene Anfahrtszeit von acht bis zwölf Minuten – je nach städtischem oder ländlichen Umfeld – nicht eingehalten werden kann?

Da kann der Tele-Notarzt (mit)helfen. Das Projekt von NRW-Gesundheitsminister Laumann, das er übrigens bereits zu seiner ersten Amtszeit vor fast zehn Jahren in Aachen auf den Weg brachte, hat Charme.

Die Digitalisierung der Kommunikation bietet Chancen, die die Medizin nicht ungenutzt lassen darf. Selbstverständlich gibt es viele Wenn und Abers: Ein Tele-Notarzt darf nicht zur Regel werden. Nichts geht über die Diagnose und ärztliche Hilfe vor Ort. Aber es gibt genügend Fälle, wo eine rasche Einschätzung der Lage per Video und Online-Daten Leben retten kann.

Ein wichtiger Baustein ist dabei die Kompetenz des immer besser ausgebildeten Rettungsdienstpersonals. In Aachen, so ist von allen Beteiligten zu hören, funktioniert das Modell gut. In Zeiten akuten Arztmangels sollte es deshalb ausgeweitet werden. Viel anderes bleibt wohl auch kaum übrig.

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