Sa., 27.10.2018

Kommentar zur CDU Lippe Ein Makel bleibt

Kreisparteitag der lippischen CDU im März 2018: Der Bezirksvorsitzende Ralph Brinkhaus, der neue Kreisvorsitzende Lars Brakhage und der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok.

Kreisparteitag der lippischen CDU im März 2018: Der Bezirksvorsitzende Ralph Brinkhaus, der neue Kreisvorsitzende Lars Brakhage und der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok. Foto: Christian Althoff

Von Andreas Schnadwinkel

So schnell wird die CDU in Lippe nicht zur Ruhe kommen. Beim Kreisparteitag am 9. November dürften die Vorgänge um die Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge eine große Rolle spielen. Schließlich geht um das Geld der CDU-Mitglieder.

Ob die Einigung der Parlamentarierin mit ihrer Kreispartei so zu halten ist? In der CDU Lippe gärt es. Einige Mandatsträger sollen ihre Zahlungen an den Kreisverband vorerst eingestellt und auf ein Sonderkonto überwiesen haben – bis die Sache abschließend geklärt ist. Womöglich auch strafrechtlich. Denn es ist nicht ausgeschlossen, dass noch jemand Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft stellt.

Kerstin Vieregge hat politisches Talent, sonst hätte sie die SPD-Hochburg, das »rote Lippe«, für die CDU nicht direkt gewonnen. Aber sie hat offenbar nicht genügend Gespür, um die Angelegenheit so sauber zu regeln, dass sie ihr Mandat nicht beschädigt. Denn ein Makel bleibt.

Ganz gewiss hat die 42-Jährige kein Interesse an baldigen Neuwahlen. Der Wahlkampf wäre belastet, das Vertrauen zerstört, die Kandidatin beschädigt, der Listenplatz schlecht und die Aussicht auf das Direktmandat gering.

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