Kommentar zum Bahnstreik
Mitgliederwerbung

Arbeitszeitverkürzung, Lohnsteigerung, Schichtarbeit, Sonntagsarbeit und andere Erschwernisse: Es gibt gute nachvollziehbare Gründe für Streiks. Mitgliederwerbung für die Gewerkschaft gehört nicht dazu.

Montag, 10.12.2018, 03:00 Uhr aktualisiert: 11.12.2018, 06:48 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Zum Leidwesen des Bahnkonzerns, aber vor allem der Bahnkunden konkurrieren auf der Bahnschiene gleich zwei Gewerkschaften. Wie wenig grün man sich ist, zeigt das Zitat, mit dem der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky den Warnstreik des älteren und größeren Wettbewerbers kommentiert hat: »Ich glaube, die EVG will auch mal zeigen, dass sie streiken kann.« Dazu passt, dass die Deutsche Bahn mit beiden Gewerkschaften nur getrennt verhandeln kann.

Nun hat die EVG bewiesen: Sie kann streiken – und zwar mindestens so effektiv wie die GDL. Es ist zu wünschen, dass es dabei bleibt. Angesichts dessen, dass der Konzern die Forderung der Gewerkschaft schon zu zwei Dritteln akzeptiert hat, wären weitere Streiks nicht nachzuvollziehen. Die Bahn-Arbeiter sollten nicht vergessen, dass die Kunden Alternativen haben – neben dem eigenen Auto auch Fernbus und Flugzeug.

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