Kommentar zum Brexit
Nichts zu holen

Theresa May müsste eigentlich wissen, was ihr blüht. Vor fast genau drei Monaten hatte die britische Premierministerin beim EU-Gipfel erleben müssen, wie es sich anfühlt, wenn man von der Union Zugeständnisse fordert.

Dienstag, 11.12.2018, 21:23 Uhr aktualisiert: 11.12.2018, 21:26 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Die Amtskollegen hörten ihr zwar zu, ließen sie aber dann einfach stehen. Genau das dürfte ihr morgen wieder blühen. Denn seit der Einigung über einen Austrittsvertrag gehen die 27 Partner davon aus, dass die Regierungschefin ihren Laden in Ordnung bringen muss. Das mag radikal erscheinen. Aber um die Stimmung im Kreis der Staats- und Regierungschefs richtig einzuschätzen, sollte man wissen, dass es durchaus einige gibt, die schon den jetzigen Austrittsvertrag für einen Ausverkauf der EU halten.

Schließlich – so argumentieren die Hardliner – habe sich Brüssel von London über den Tisch ziehen lassen, als man den Briten eine Zollunion angeboten habe. Das ist der Flügel in den Reihen der Staatschefs, der nun mit besonderem Augenmerk darauf achten wird, dass die EU nicht noch mehr preisgibt. Zumal auch niemand sagen kann, was das denn sein sollte – von ein paar wohlmeinenden Anhängen voller Floskeln abgesehen.

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