Meinung
Bis zu jeder Milchkanne

Mit schlechtem Wetter, worunter man in der Agrarbranche durchaus auch einen langen, strahlend schönen Sommer versteht, kann Claas im Zusammenspiel mit seinen Kunden umgehen. Zuletzt hat der Landmaschinen-Hersteller so gut gewirtschaftet, dass er sogar einen zweistelligen Millionenbetrag in Modernisierung und Umbau seiner Produktion am Stammsitz in Harsewinkel investieren kann.

Mittwoch, 12.12.2018, 21:30 Uhr aktualisiert: 12.12.2018, 21:36 Uhr
Ein Claas-Mähdrescher fährt in Brünen (Nordrhein-Westfalen) über ein Feld. Foto: dpa
Ein Claas-Mähdrescher fährt in Brünen (Nordrhein-Westfalen) über ein Feld. Foto: dpa

Eher hilflos steht das Unternehmen dem gegenüber, was ihm die nationale und internationale Politik auftischt. Nach den Russlandsanktionen ist das jetzt der Handelskonflikt, den der US-Präsident vom Zaun gebrochen hat und auf den China bereits mit Einfuhrbeschränkungen auf US-Agrargüter reagiert hat.

National muss Claas damit zurecht kommen, dass Forschungsministerin Anja Karliczek es für vertretbar hält, das deutsche 5G-Kommunikationsnetz nicht bis zu jeder Milchkanne auszubauen. Dass die Regierung damit sowohl einen Teil der ländlichen Bevölkerung in die Städte treibt als auch die Modernisierung der Landwirtschaft behindert, kann selbst einen ruhigen Manager wie Class-Chef Hermann schon mal in Rage bringen. Verständlicherwesie!

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