Fr., 14.12.2018

Kommentar zur dritten Geschlechtsoption Mann, Frau, andere

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Werner Kolhoff

Es soll »Divers« heißen – ein drittes Geschlecht für Menschen, deren Geschlechtlichkeit nicht eindeutig ist. Das widerspricht der normalen Lebenserfahrung der meisten, zumal derjenigen, die so etwas gar nicht wissen wollen. Dort stößt auf Zustimmung, was die AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch im Bundestag sagte: »Geschlecht ist objektiv, das hat mit Biologie und Natur zu tun, und nicht mit Gefühlen.« Hat es nicht.

Jedenfalls für geschätzt 160.000 Menschen in Deutschland nicht. Biologie und Natur bringen es mit sich, dass Chromosomen und Hormone nicht immer ideal verteilt sind, Männlein hier, Weiblein da. Das Leben ist eben nicht binär, sondern vielfältig. Niemand wird geschädigt, wenn das respektiert wird.

Dem jetzt verabschiedeten Gesetz zur Schaffung eines dritten Geschlechts liegt ein Verfassungsgerichtsurteil zugrunde. Und dem der Grundsatz, dass das Grundrecht auf Menschenwürde individuell ist; dass also die Gesellschaft keinem Bürger seine Meinung darüber aufzwingen darf, was sie geschlechtlich für »normal« hält und was nicht. Das Gesetz hat der Wirklichkeit des Lebens zu folgen, nicht umgekehrt.

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