Kommentar zum UN-Flüchtlingspakt
Willkommene Hilfe

Europa ist nicht der Nabel der Welt, Deutschland schon gar nicht. Das zeigt sich gerade beim Reizthema Flüchtlinge. Nur etwa drei Prozent von ihnen kommen überhaupt in die Europäische Union. Die allermeisten finden in afrikanischen und asiatischen Entwicklungsländern Schutz.

Dienstag, 18.12.2018, 21:30 Uhr aktualisiert: 18.12.2018, 22:00 Uhr
Das UN-Hauptquartier in New York. Foto: dpa
Das UN-Hauptquartier in New York. Foto: dpa

Hier nun kommt der UN-Flüchtlingspakt ins Spiel, der gemessen am Migrationspakt der Vereinten Nation politisch weit weniger Staub aufgewirbelt hat. Im Kern geht es darum, solche Staaten zu entlasten, die in schwacher Verfassung sind, aber besonders viele Geflüchtete bei sich beherbergen. Deutschland muss sich diesen Schuh nicht anziehen. Zum einen wegen seines wirtschaftlichen Potenzials. Und zum anderen, weil es alle Bestimmungen des Flüchtlingspakts praktisch schon seit Jahr und Tag erfüllt.

Gefordert sind jetzt andere Industriestaaten. Wenn generell mehr Entwicklungshilfe in Regionen fließt, die mit dem Flüchtlingsstrom überfordert sind, dann mindert das auch den Druck für viele dort Gestrandete, sich auf den gefährlichen Weg nach Europa zu machen. Und damit allzu oft in Richtung Deutschland.

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