Meinung
Der rettende Strohhalm

Ob die Rettung der Meere tatsächlich mit dem Griff zum (Plastik-)Trinkhalm gelingt, darf bezweifelt werden. Aber die EU-Staaten haben Recht, wenn sie mit Druck dafür sorgen, dass zunächst einmal solche Artikel vom Markt genommen werden, die leicht ersetzbar sind.

Mittwoch, 19.12.2018, 21:30 Uhr
Symbolbild. Foto: A. Günzel
Symbolbild. Foto: A. Günzel

So weit, so gut. Doch bei den nächsten Schritten ist mehr Mut gefragt. Denn dann werden Recyclingquoten für die EU-Länder nötig sein – ebenso wie eine Strategie, die klar macht: Kunststoff ist zwar ein wertvoller Stoff. Aber er sollte nur dort eingesetzt werden, wo er (noch) gebraucht wird. Und seine Entsorgung muss besser geregelt werden.

Vor den Mitgliedsstaaten liegt noch viel Arbeit. Denn sie werden die ökologische Euphorie ihrer Bürger unterstützen und dafür vor allem Hygiene-Vorschriften unter die Lupe nehmen müssen. Nur dann sind Mehrwegverpackungen für den Kaffee zum Mitnehmen oder den Einkauf von frischem Fleisch und Fisch möglich. Viele kleine Schritte sind gut. Wenn man aber verhindern will, dass die Meere nicht länger einer Plastiksuppe gleichen, muss weitaus mehr geschehen.

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