Meinung
Rufer in der Wüste

Gerd Landsberg hat Recht, aber was heißt das schon? Wohltaten mit der Gießkanne sind gegenwärtig schwer in Mode, vermeintliche Einzelfallgerechtigkeit trübt den Blick für konsequente Ordnungspolitik.

Mittwoch, 26.12.2018, 21:30 Uhr
Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Foto: dpa
Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Foto: dpa

So wirkt der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes wie ein einsamer Rufer in der Wüste, wenn er die »Vollkaskomentalität« der Deutschen kritisiert und eine Reform des Sozialstaats fordert. Landsberg dürfte auf eine ganz große Koalition der Ablehnung stoßen – erst recht in Zeiten einer vermeintlich unkaputtbaren Hochjunktur.

Denn die Sache ist ganz einfach: So lange Bund, Länder und Kommunen auf der einen wie die Sozialversicherungen auf der anderen Seite im Geld schwimmen, wird kaum jemand zur Besinnung kommen. So wird Leistung um Leistung erfunden. Die Politik geriert sich generös, indem sie unser Geld verteilt. Immer nach dem Motto: Wir haben’s ja.

Die Rechnung kommt irgendwann später, und dann sind die meisten derer, die uns die Suppe einbrocken, längst nicht mehr im Amt. Aber wie heißt es so schön: Jedes Volk hat die Politiker, die es verdient.

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