So., 13.01.2019

Ein Kommentar zu Grenells Drohung Trumps Zwilling

Richard Grenell.

Richard Grenell. Foto: dpa

Von Stefan Vetter

Richard Grenell ist ein treuer Diener seines Herrn. Nicht nur, dass sich der US-amerikanische Botschafter in Deutschland seine Sporen als Kommentator bei »Fox-News« verdiente – dem ultrakonservativen TV-Lieblingskanal von Donald Trump. Der gänzlich undiplomatische Diplomat ist gleichsam auch ein Trump-Zwilling, wenn es um die rücksichtlose Durchsetzung wirtschaftlicher US-Interessen geht. Deutschen Firmen, die sich am Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2 beteiligen, drohte Grenell jetzt in einem Brief mit Sanktionen.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Grenell wie ein Provinzstatthalter aufführt. Schon kurz nach seinem Amtsantritt im Mai des vergangenen hatte er deutsche Unternehmen zur Einhaltung der US-Sanktionen gegen den Iran ermahnt – und damit für große Irritationen in Berlin gesorgt.

Es ist gut, dass Außenmister Heiko Maas (SPD) bereits deutlich gemacht hat, dass Europa keinen US-Vormund braucht, um über die eigene Energieversorgung zu entscheiden. Noch besser wäre es, Grenell einzubestellen und es ihm persönlich zu sagen. Das wäre eine klare Botschaft an die US-Politik.

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