So., 20.01.2019

Kommentar zur Union Man braucht sich

Markus Söder.

Markus Söder. Foto: dpa

Von Hagen Strauß

Markus Söder war bisher nicht als friedliebender Teamplayer bekannt. Nun ist er das, was er immer werden wollte: Ministerpräsident des Freistaates Bayern und zugleich Parteichef. Er muss die frustrierte CSU wieder aufrichten, moderner machen, Laptop und Lederhose neu in Einklang bringen. Am Ende aber soll die CSU vor allem erfolgreicher sein. Was anderes zählt nicht in der Politik.

Gelingt Söder das nicht, könnte ihn zügig das Schicksal seines Vorgängers Horst Seehofer ereilen. Die Christsozialen sind nicht gerade zimperlich im Umgang mit schwächelndem Personal. Doch im Alleingang wird Söder die CSU nicht zu alter Stärke zurückführen können. Er braucht dafür die Hilfe. Und zwar von der neuen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Beide stehen sich politisch deutlich näher als Merkel und Seehofer. Das ist ein nützlicher Vorteil. Denn »AKK« muss Söders Unterstützung gewinnen auf ihrem Weg ins Kanzleramt. Für Söder gilt: Er braucht sie, weil er nur mit ihr den tiefen Riss wieder kitten kann, der durch den Dauerkonflikt zwischen Merkel und Seehofer um die Migrationspolitik zwischen den Schwestern entstanden ist.

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