Mo., 11.02.2019

Kommentar zur Pflege Ausbildung tut not

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Hilmar Riemenschneider

Geld für 13.000 neue Vollzeitstellen in der Pflege – klingt nach entschlossenem Handeln. Die Grünen würden gerne 25.000 mehr einstellen – das klingt nach Überbietungswettbewerb.

Doch schon jetzt scheitern die Pflegedienste am Fachkräftemangel, finden für die in NRW zusätzlich benötigten 2700 Stellen meist keine Bewerber. Bestenfalls können sie ein paar abwerben. Wer sich die aktuelle Lage ansieht, kann die Brisanz kommender Probleme erahnen.

Doch wie mehr Personal finden? Der Weg, den viele Kliniken und Dienste eingeschlagen haben, indem sie neue Pflegekräfte in Osteuropa oder Asien rekrutieren, hilft in der akuten Notlage. Um die Krise indes grundlegend zu lösen, müssen sie gleichzeitig sehr viel mehr in Ausbildung investieren.

Die jüngste Beitragserhöhung zur Pflegeversicherung ist deshalb nicht der letzte Schluck aus der Pulle. Aber, ganz nüchtern betrachtet, gilt es diesen steigenden Preis zu zahlen, wenn die Zuwendung für pflegebedürftige Angehörige mindestens teilweise delegiert wird, weil Arbeitnehmer ihr Einkommen sichern müssen – und damit übrigens auch die Wirtschaft.

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