Di., 12.02.2019

Kommentar zu Betreuungszeiten Massiver Stress

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Hilmar Riemenschneider

Jetzt liegt in Zahlen vor, was Tag für Tag viele Eltern vor immense Organisationsprobleme stellt: Die in den Kitas angebotenen Betreuungszeiten setzen sie unter massiven Stress, um ihre Kinder rechtzeitig vor Ar­beitsbeginn zum Kindergarten zu bringen und sie vor Toresschluss abzuholen. Für Beschäftigte im Schichtdienst ist Kinderbetreuung schon nicht mehr zusätzliche Hilfe zu organisieren. Das trifft besonders Alleinerziehende und Familien, die das Einkommen beider Elternteile brauchen.

Natürlich ist es kaum die Idealvorstellung der Eltern, dass Kinder morgens völlig verschlafen abgegeben werden oder erst abends nach Hause kommen. Aber es ist aus der Zeit gefallen, dass Kommunen keine auf die Lebens- und Arbeitsrealität vieler Familien abgestimmten Angebote schaffen. Wo Fachkräfte gebraucht werden, müssen die Bedingungen stimmen.

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) sollte die begonnene Reform des Kinderbildungsgesetzes nutzen, um die Betreuung zu modernisieren. Klar: Es braucht mehr Personal, also mehr Geld. Aber ohne geht‘s nicht.

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