Mo., 18.02.2019

Kommentar zur NRW-Wirtschaft Politik muss vorsorgen

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Hilmar Riemenschneider

Für handfesten Pessimismus ist die Lage viel zu gut. Es geht noch etwas weiter aufwärts, und das dürfte die Stimmung in vielen Unternehmen in NRW prägen. Dass trotzdem die Unruhe zunimmt, hat nicht nur mit dem Brexit und Strafzoll-Drohungen zu tun. Zumal der Auszug der Briten aus der EU in die abflachende Wachstumskurve schon eingepreist ist, soweit die Folgen prognostizierbar sind.

Der absehbare Trend kündigt sanft an, was Wirtschaftslenker und Politiker im konjunkturellen Hochlauf schon länger geahnt haben: Die Erfolgs- und Glückssträhne könnte nachlassen.

Besorgniserregend ist diese Ahnung nicht, jedoch ist sie für die Landesregierung eine direkte Mahnung. Sie muss jetzt mit einer soliden Finanzplanung für Zeiten vorsorgen, in denen die Aufgaben noch weiter wachsen, die Einnahmen aber nicht mehr.

Während die Automobilindus­trie ihre hausgemachte Vertrauenskrise selbst lösen muss, lenken Brexit und Trump den Blick auf einen vielleicht zu lange unterschätzten Wert: Die EU als Ankerpunkt vieler Handelsabkommen gewinnt eine neue Bedeutung als Garant größtmöglicher Stabilität.

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