Mi., 13.03.2019

Kommentar zu Pflegeheimen Kostenbremse nötig

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Tobias Schmidt

In der vergangenen Legislaturperiode hat die GroKo Pflegeleistungen ausgeweitet. Dass Demenzkranke besser versorgt werden, war ein wichtiger Schritt. Die Regierung will für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte sorgen. Auch dafür wird sie zu Recht gelobt. Aber wer soll das bezahlen?

Zwei kritische Entwicklungen zeichnen sich ab. Die Eigenanteile für Pflegeheimbewohner werden ohne Kostenbremse explodieren. Bedürftige werden immer häufiger daheim von ihren Angehörigen gepflegt, bis die Schmerzgrenze für alle Beteiligten überschritten ist. Ebenso dramatisch: Die bessere Bezahlung der Krankenpfleger und die Personalaufstockung in den Kliniken führen dazu, dass die ambulante Pflege ausblutet. Zur teuren Aufwertung des Pflegeberufs gibt es keine Alternative. Der Preis dafür darf aber nicht den Schwächsten aufgebürdet werden, indem die Pflegeheimunterbringung zu teuer und die ambulante Versorgung unmöglich gemacht werden.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in seinem ersten Jahr viele Baustellen aufgemacht. Vor dem Problem der Pflegefinanzierung duckt er sich bislang weg.

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