Meinung
Höchste Zeit

Die Versprechen klingen verlockend: Ein zweites beitragsfreies Kitajahr soll Familien entlasten. Flexiblere Öffnungszeiten sollen den Arbeitsalltag vieler Berufstätiger erleichtern. Doch die Realität in den meisten Kindergärten ist ungleich härter: Fast überall fehlt Personal, Stellen bleiben unbesetzt.

Mittwoch, 27.03.2019, 23:00 Uhr aktualisiert: 28.03.2019, 09:24 Uhr
Symbolbild. Foto: Hilko Raske
Symbolbild. Foto: Hilko Raske

Wenn in NRW nur vier Prozent der Kitaleiter ohne Fachkräfte-Stress arbeiten können, offenbart dies für Landesregierung, Landtag, Kommunen und Träger eine riesige Baustelle. Höchste Zeit, dass alle Beteiligten sich dieser Auf­gabe stellen, statt sie wieder in die Zukunft zu verschieben. Dann, das sagen die Prognosen, wird es noch schlimmer.

Hohe Anforderungen, schlechte Bezahlung

Es zeigt sich das gleiche Problem wie beim Lehrermangel an Grundschulen: Angesichts der Erwartungen ist die Bezahlung schlicht unattraktiv. Solange sich das nicht ändert, wird die Improvisation zum Standard, bleibt Bildung auf der Strecke.

In einer Situation, in der die Absicherung der pädagogischen Ansprüche keine Luft für Qualitätssteigerung lässt, gehört ein beitragsfreies Kitajahr nicht zu den höchsten Prioritäten.

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