Mo., 15.04.2019

Kommentar zum SC Paderborn Paderborn ist ein Kandidat

Die Spieler des SC Paderborn bejubeln einen Treffer beim 4:0 gegen MSV Duisburg.

Die Spieler des SC Paderborn bejubeln einen Treffer beim 4:0 gegen MSV Duisburg. Foto: Jörn Hannemann

Von Matthias Reichstein

Niemand will beim SC Paderborn über den Aufstieg reden. Warum auch? Allein aus Selbstschutz sollte der SCP diesen Kurs nicht verlassen. Denn wenn es am Ende doch nicht reicht, könnte sonst noch irgendjemand auf die Idee kommen, den vierten, fünften oder welchen Rang auch immer als verfehltes Saisonziel zu bezeichnen.

Will der SC Paderborn überhaupt aufsteigen? Diese Frage wird oft gestellt und ist mit einem klaren Ja zu beantworten. Denn erstens wären mal locker 20 und noch mehr Millionen Euro TV-Geld fällig, zweitens wären die Personaldiskussionen um Philipp Klement, Sebastian Vasiliadis, Jamilu Collins oder Manager Markus Krösche endlich beendet, und drittens würde der SCP ganz sicher noch mindestens ein weiteres Jahr in der überlebenswichtigen 2. Liga spielen.

Der SCP 2019 erinnert mit seinem verbalen Flachpassspiel an das Jahr 2014. Auch damals sprachen Trainer Andre Breitenreiter, Manager Michael Born oder Kapitän Markus Krösche lieber über das nächste Spiel als über den möglichen Aufstieg. Das Ende ist bekannt. Sportlich liegen zwischen beiden Mannschaften allerdings Welten. Der SCP 2014 war eine über Jahre gewachsene Einheit. Der Kader war mit einem Durchschnittsalter von 28,1 Jahren reifer und kam vor der Aufstiegssaison auf 1171 Zweitligaeinsätze. Diese Erfahrung war ein Schlüssel für den sensationellen Erfolg.

Team lernt schnell

Der aktuelle SCP kommt auf einen Altersschnitt von 24,7 und hat mit Ersatzkeeper Michael Ratajczak, Uwe Hünemeier, Christian Strohdiek, Sebastian Schonlau, Marlon Ritter und Sven Michel insgesamt nur sechs Spieler im Aufgebot, die vor Saisonbeginn schon in Liga zwei am Ball waren.

Das Team lernt aber schnell. Die Gegentorflut der Hinrunde (28) wurde gestoppt, und mit 48 Zählern steht der SCP aktuell nur ein Pünktchen schlechter als nach 29 Spieltagen im April 2014. Das macht den SCP zu einem sehr ernsthaften Aufstiegskandidaten. Und das kann man auch nicht wegdiskutieren.

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