Mo., 15.04.2019

Kommentar zur Anklage gegen Martin Winterkorn Peinliche Fragen

Ex-VW-Chef Martin Winterkorn.

Ex-VW-Chef Martin Winterkorn. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Von Andreas Kolesch

Die Anklage wegen schweren Betrugs gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn und vier weitere Topmanager des Konzerns zeigt: Die Dieselaffäre ist für VW längst noch nicht ausgestanden.

Nun ist eine Anklage noch kein Urteil und bedeutet auch nicht zwangsläufig einen Prozess. Doch angesichts der massiven Vorwürfe dürfte eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflagen kaum in Betracht kommen.

Wer wusste wann was? Wie wurde vernebelt, vertuscht, verniedlicht? Es sind peinliche Fragen, die auf Winterkorn und damit indirekt auf den VW-Konzern zukommen, sollte das Gericht die Anklage zulassen. Die Anwälte werden genau hinhören. Nicht nur die von Volkswagen, sondern auch jene, die getäuschte Autokäufer vertreten und vom VW-Konzern Entschädigungen erstreiten wollen. Es geht um Milliardensummen.

Auch andernorts wird der Prozess genau beobachtet werden. Gerade erst hat Daimler wieder akuten Ärger wegen mutmaßlicher Schummelsoftware. Gut möglich also, dass Winterkorn nicht der letzte Automanager ist, der sich vor Gericht verantworten muss.

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Peinliche Fragen

Ob Anklage oder Prozess. Winterkorn ist nicht mehr im Amt. Allenfalls interessiert es die Börsianer, welche Auswirkung der Fall "Winterkorn" hat und ob der Dieselskandal ein Verlustgeschäft bei den Aktien einbringen könnte. Ein "Absturz" der Aktie war bis gestern nicht zu sehen.

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