Mo., 15.04.2019

Kommentar zum 5G-Netz Die Nerven behalten

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Von Detlef Drewes

Das Beispiel Brüssels lässt sich nicht übertragen. Weil die Stadt seit Jahren nur Mobilfunkmasten mit im EU-Vergleich ex­trem niedrigen Werten zulässt. Bevor ein Sturm der Entrüstung über möglicherweise zu hohe Strahlenwerte von 5G-Sendemasten auftaucht, sind wissenschaftliche Studien notwendig – nichts anderes hatte die internationale Allianz von Experten im vorigen Herbst gefordert.

Belgiens Umweltministerin – mitten im Wahlkampf – verlangt zunächst nur, dass keine Fakten geschaffen werden, bevor nicht unabhängige Wissenschaftler zu einem Urteil gekommen sind.

Das ist gut so, auch wenn man sich fragen kann, warum die EU-Kommission nicht früher auf die Idee gekommen ist, eventuelle Risiken für Mensch und Umwelt abzuklären. Und auch dann wird erst noch zu fragen sein, ob man diese Einwirkungen mindern kann, indem die Standorte für die neuen Sendemasten sehr behutsam und durchdacht ausgewählt werden.

Auch bleibt die Frage, ob 5G ohne Gesundheitsgefährdungen möglich ist. Das herauszufinden, ist Sache der Experten. Bis dahin gibt es keinen Grund, das so wichtige Hochgeschwindigkeitsnetz zu verteufeln.

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