Di., 23.04.2019

Kommentar zu Hochzeitskorsos Ausbremsen

Polizisten kontrollieren ein Auto.

Polizisten kontrollieren ein Auto. Foto: dpa

Von Florian Weyand

Allein 38 Hochzeitskorsos haben die Polizei am Osterwochenende in Nordrhein-Westfalen beschäftigt, am Wochenende zuvor waren es bereits 32. Und die Zahl dürfte in den kommenden Wochen weiter steigen. Inzwischen macht Innenminister Herbert Reul mächtig Druck. Der CDU-Politiker lässt seiner Behörde alle Zwischenfälle melden.

Endlich, möchte man sagen, wird im Ministerium aktiv gehandelt. Politiker und Polizei haben beim Phänomen der ausufernden Hochzeitsfeiern zu lange weggeschaut. Autobahnblockaden oder Luftschüsse von »Feiernden mit Migrationshintergrund« – wie das Ministerium diese Gruppe inzwischen nennt – wurden zu oft als kulturelle Besonderheit abgetan.

Herbert Reul muss seinen Worten jetzt auch Taten folgen lassen. Allein medienwirksame Auftritte wie bei den Razzien gegen Clans in NRW reichen nicht aus, um die Hochzeits-Rowdys auszubremsen. Die Polizei muss scharf gegen Teilnehmer von Autobahnblockaden vorgehen und zeigen, dass es sich nicht um ein Kavaliersdelikt handelt. Nur allein durch Reden verschwindet das Problem nicht.   

Kommentare

Kommentar zu Hochzeitkorsos

Sehr geehrte Damen und Herren,

ja, ich denke auch, dass es an der Zeit ist, " Feiernden mit Migrationshintergrund" aufzuzeigen, dass es gewisse Grenzen einzuhalten gilt. Ich wohne in Steinhagen in der Nähe der Waldbadstraße. Und da wird an fast jedem Freitag oder Samstag ab spätem Nachmittag so eine Hochzeitsfeier veranstaltet. Es ist laut, es fallen gelegentlich Schüsse und selbst am Gründonnerstag, der hier in NRW als " Stiller Feiertag" gilt, hielt man in der Festhalle in der Waldbadstraße eine Hochzeitsfeier ab. Die laute Musik konnte man bis ca. 23h miterleben. Hauptsächlich schallen die Bässe durch die ganze Wohngegend.
Es gibt ja jetzt diese neue Studie, die besagt, dass wir Deutsche ja grundsätzlich gerne in einer Demokratie leben und auch die Würde des Menschen als sehr hoch erachten. Aber kann es vielleicht sein, dass man uns schon lange vorgaukelt, dass wir uns gefälligst nur um die Würde anderer kümmern sollen? Was ist mit unserer Würde? Was ist mit meinem Christlichen Glauben? Ich fand es absolut respektlos, dass am Gründonnerstag hier eine Feier erlaubt wurde. Und wenn ich daran denke, dass jetzt, zum Frühjahr/Sommer wieder an jedem Wochenende dort Feiern stattfinden werden, stellt sich mir die Frage, wie viele Bürger denn noch bei geöffnetem Fenster schlafen können? Manche arbeiten in Schichten...auch am Wochenende. Warum nimmt man darauf keine Rücksicht? Und da wundern sich manche Politiker, dass sich die Stimmung in Deutschland wandelt? Genau die Politiker, die es versäumt und verschlafen haben, die zu schützen und zu respektieren, die ihr Gehalt zahlen? Es ist schon traurig . Ach so, übrigens, ein Nazi bin ich nicht. Wollte ich nur mal anmerken. Ich lebe gerne in Deutschland und ich liebe meine Heimat. Herzliche Grüße aus Steinhagen !

Ausbremsen

Ich sehe diese Anmaßungen der Hochzeitsgesellschaften als Straftat. Um dies deutlich zu machen, sollten die Kosten für den Polizeieinsatz in Rechnung gestellt werden. Zudem ist ein Fahrverbot mit Punkten in Flensburg auszusprechen. Begründung: Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.

2 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6562075?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2269031%2F